Der Interkulturelle Garten (IKG) Lichtenberg

Seit knapp 14 Jahren ist der Interkulturelle Garten in Berlin-Lichtenberg eine feste Anlaufstelle für alle Gartenfreunde im bunt gemischten Kiez im Osten der Hauptstadt. 2004 ging die Idee für den Garten aus der interkulturellen Kinder- und Jugendwerkstatt „Kinder EINER Welt“ hervor, 2005 wurde mit der Planung und Umsetzung der Idee für den Interkulturellen Garten begonnen. Vorbild waren für den Garten die so genannten „community gardens“ (Gemeinschaftsgärten) aus New York, wo ebenfalls Brachen und Freiflächen im städtischen Raum landwirtschaftlich rekultiviert wurden. In Berlin geht das Projekt noch ein Stückchen weiter und bietet so auch einen niedrigschwelligen Zugang zur Begegnung mit Nachbarinnen und Nachbarn unterschiedlicher Herkunft an. Sprachschwierigkeiten sowie geografischer Ursprung und sozialer Status verlieren ihre Bedeutung, wenn alle gemeinsam beim Pflanzen, Jäten und Ernten anpacken. Diese Grundidee findet viel Zuspruch und Begeisterung, sodass sie nunmehr auch über die Grenzen Berlins hinaus sehr erfolgreich aufgenommen wird.

Ältere Frau entspannt im Garten

Geniale Grundidee: ein Garten für alle.

Hintergründe und Fakten zum Interkulturellen Garten in Lichtenberg

Hinter der Initiative steht ein starkes Bündnis aus Bürgern, Vereinen, Migrantenrat, Bezirksamt, Wohnungsverwaltungen, die offizielle Trägerschaft für das Projekt übernahm 2005 aber die Sozialdiakonische Jugendarbeit Lichtenberg e.V., die sich aus Fördermitteln finanziert. Die Bauarbeiten am Gartenprojekt wurden 2006 abgeschlossen, 2007 zogen die ersten Pächter auf das Gelände.

Aktuell bewirtschaften ca. 40 Mitglieder gemeinsam mit ihren Familien und Freunden die Beete im Interkulturellen Garten. Ganz im Sinne seines Namens arbeiten hier 17 unterschiedliche Nationen und Kulturen zusammen. Neben den multikulturellen Pächtern leben auch Bienen und einige Wildtiere auf dem Gelände, für das leibliche Wohl sorgt das Internationale Gartencafé. Das Café steht Mitgliedern und Gästen jederzeit offen und hier wird auch die Ernte aus dem eigenen Garten verarbeitet. Fleißige ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus der Nachbarschaft organisieren den Cafébetrieb und backen leckere Kuchen.

Drei Frauen in unterschiedlichem Alter im Interkulturellen Alter

Verbindet die Generationen und Kulturen: das Café im Interkulturellen Garten Lichtenberg

Ein Garten für alle

Ein besonderes Highlight war im Jahr 2006 der Bau eines Lehmofens und eines Gemeindehauses. Der Baustoff Lehm ist kulturübergreifend von großer Bedeutung und unterstützt den Gedanken von Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz im Interkulturellen Garten. Trotz des Zeitdrucks konnten Lehmofen und Gemeindehaus rechtzeitig im Dezember 2006 fertiggestellt werden. Der Interkulturelle Garten Lichtenberg reiht sich damit nahtlos ein in die Gruppe der Interkulturellen Gärten Berlins, von denen es mittlerweile bereits 13 Stück in unterschiedlichen Stadtteilen gibt.

Mann verlegt Gehwegplatten im Interkulturellen Garten

Hier packt jeder mit an – aktive Nachbarschaft in Lichtenberg

Kontakt:

Interkultureller Garten Lichtenberg
Liebenwalder Straße 12
13055 Berlin
Telefon: (030) 81 85 90 98
Fax: (030) 81 85 90 97
E-Mail: interkulturellergarten[at]sozdia.de
Ansprechpartnerin: Daisy Remus (Projektleiterin)